| Das Leben von Marc Chagall | ||
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Mosje Zakarowitch (=Sohn von Zakar) Chagall wurde am 7.7.1887 in der kleinen Stadt Witebsk an der Dwina in Weiß-Rußland geboren. Das dreimalige Vorkommen der Zahl Sieben in seinem Geburtsdatum erregte die Phantasie Chagalls. Als ältestes Kind einer großen Familie, wo die Haushaltskasse immer krapp war, wuchs er in einem sehr frommen jüdischen Milieu auf. Der Vater schleppte mit Fischkörben und Tonnen für einen Fischhändler, während die Mutter versuchte mit einem kleinen Lebensmittelgeschäft hinter die Vordertür etwas hinzu zu verdienen. Die Geborgenheit (das heißt: die Liebe, die Wärme und die Freude des Feierns), die er in seiner Jugend erfuhr, sollte sein ganzes Leben prägen und sich in seiner Arbeit andauernd wiederspiegeln.
Witebsk war allerdings ein Ort wo Chagall sich nur langweilen konnte. Auch Rußland hatte ihm nicht genug zu bieten. Im Mai 1911 zog er nach Paris und malte dort wie ein Besessener. In 1914 kehrte er nach Witebsk zurück, wo er seine Jugendfreundin Bella heiratete. Nach dem Ersten Weltkrieg und einigen Jahren Kommunismus, war für Chagall klar, daß er diesen Teil Europas für immer verlassen würde. Zusammen mit seiner Frau und seiner Tochter zog er über Berlin erneut nach Paris. Frankreich wurde seine zweite Heimat, die er nur dann verließ, als er im Zweiten Weltkrieg nach Amerika fliehen mußte. In den Vereinigten Staaten starb 1944 seine Frau sehr plötzlich. Nach dem Krieg kehrte er nach Frankreich zurück. Da heiratete er Vava, die für ihn eine genau so inspirierende Frau wie Bella werden würde. Der französische Staat ließ in Nizza das 'Musée National Message Biblique Marc Chagall' errichten, das Chagall völlig gewidmet ist. Nicht weit davon enfernt, in seinem Wohnort Saint-Paul-de-Vence, starb Chagall im Jahre 1985. |
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